Definition von Lärm
Lärm verstehen, um ihn bekämpfen zu können
Objektive Definition von Lärm:
Lärm ist ein physikalisches Phänomen mechanischer Herkunft, das aus einer Schwankung des Drucks (sehr gering), der Vibrationsgeschwindigkeit oder der Mediendichte besteht und bei seiner Verbreitung den Zustand jedes Elements der jeweiligen Umgebung nach und nach verändert, so dass eine akustische Welle entsteht. Das ist in etwa so, als würden sich nach einer Erschütterung der Wasseroberfläche die dadurch entstandenen Kreise im Wasser ausbreiten.
Subjektive Definition von Lärm:
Lärm ist eine Empfindung, die durch eine im Ohr aufgenommene, an das Hirn weitergegebene und dort entschlüsselte Schallwelle erzeugt wird.
Intensität des Lärms
Die Intensität ist das erste Element, das Lärm charakterisiert. Sie entspricht einer Lautstärke und wird physikalisch mit einem Schallpegelmesser in Dezibel (dB) gemessen. Um den tatsächlich vom Ohr wahrgenommenen Schallpegel zu berücksichtigen, benutzt man das physiologische Dezibel: d.h. das Dezibel A, dB (A). Die Hörschwelle ist auf 0 dB(A) und die Schmerzgrenze auf 120 dB(A) festgelegt. Man muss wissen, dass:
- die Intensität des Lärms mit zunehmender Entfernung abnimmt. Der im Abstand von 1 m gemessene Lärmpegel von 100 dB(A) sinkt bei 2 m Entfernung auf 94 dB(A) und bei 4 m Entfernung auf 88 dB(A).
Multipliziert man die Schallquelle, folgt die Intensität nicht einer mathematischen Steigerung gleich der Anzahl der Quellen, sondern steigt um 3 dB (A) an. Beispiel: 1 Presslufthammer = 90 dB(A) 2 Presslufthammer = 93 dB(A) 4 Presslufthammer = 96 dB(A)
- Ist ein Schall weitaus lauter als ein anderer Schall, kann letzterer nicht gehört werden. Ein Teil der Schallinformation geht verloren oder wird falsch wahrgenommen, daher auch die Unfallgefahr.
Der Lärm und seine Frequenz
Die Frequenz ist das zweite Element, das den Lärm charakterisiert. Sie entspricht der Anzahl der Schwingungen pro Sekunde. Sie wird in Hertz (Hz) gemessen.
- Je schneller die Schwankungen sind, umso höher sind die Frequenzen und umso schriller ist das Geräusch.
- Sind die Schwankungen langsam: bleiben die Frequenzen niedrig, und das Geräusch ist tiefer.
Das menschliche Ohr ist in der Lage, eine breites Frequenzband wahrzunehmen:
- von extrem tiefen Frequenzen (20 Hz)
- bis extrem hohen Frequenzen (20 000 Hz)
Frequenzen, die unser Ohr nicht wahrnehmen kann, sind:
- Infraschall (Frequenzen unter 20 Hertz)
- Ultraschall (Frequenzen über 20 000 Hertz)
Die Dauer des Lärms:
Die Dauer des Lärms ist ein wesentlicher Faktor für dessen Wahrnehmung (als unangenehme oder angenehme Empfindung), nicht zu vergessen, dessen Lautstärke, die sich verändern kann. Eine einzige Messung reicht nicht aus, um den Lärmpegel zu ermitteln. Der Mittelungspegel Leq misst das Unwohlsein, das durch ein Geräusch ausgelöst wird und quantifiziert die Lärmdosis, die in einem bestimmten Zeitraum auf die Person einwirkt (durchschnittliche Lautstärke).
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- was Lärm ist
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